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Bruststraffung – Benelli, Frau Hall Findlay und Madame Lejour

Jede Operation hat so ihre Techniken. Das gilt auch für die Bruststraffung. Möglicherweise schwirren potenziellen Patientinnen dann Begriffe wie Benelli, Hall Findlay- oder Lejour-Methode um die Ohren. Ein guter beratender Schönheitschirurg lässt sie allerdings mit solchen Begriffen nicht alleine. Er erklärt sie. Ärzte sollten so etwas tun und den Patienten erklären, was im Verlauf einer Operation geschehen wird und wo die Unterschiede zwischen den Operationsmethoden liegen.

Die Benelli-Methode

Bei der Benelli-Methode der Bruststraffung setzt der Chirurg seinen Schnitt beispielsweise rund um den Warzenhof der Frau. Der Schnitt wird auch „O-Schnitt genannt“. Die bei dieser Operationstechnik entstehenden Narben sind in der Regel eher klein. Die Brustwarze verbleibt bei dieser Operation meistens an Ort und Stelle. Dadurch gilt die Gefahr von Komplikationen wie einem Gefühl von Taubheit der Brustwarze als gering. Der Chirurg hat bei dieser Methode der Bruststraffung allerdings eher wenig Spielraum, um die Brust auch zu verkleinern. Die Benelli-Methode wird von Chirurgen daher meistens bei Korrekturen für kleinere Brüste verwendet.

Bruststraffung nach Hall Findlay

Die kanadische Ärztin Elisabeth Hall Findlay entwickelte eine Methode, die sich auch gut für größere Brüste eignet. Sie kann daher der Bruststraffung und der Brustverkleinerung dienen. Der Schnitt des Chirurgen verläuft in der Regel von der Brustfalte bis zur Brustwarze. Es kann mehr Fettgewebe entfernt werden. Dennoch bleiben die Narben bei der OP-Methode meistens klein. Zudem dauert die gesamte Operation durchschnittlich nur eine Stunde, wobei individuelle OP-Zeiten natürlich abweichen können. Die Brustwarze wird auch bei dieser Methode der Bruststraffung meistens nicht verlagert.

Bruststraffung nach Lejour

Auch die Lejour-Methode ist nach einer Chirurgin benannt: nach der Belgierin Madeleine Lejour. Bei der Methode der Bruststraffung und eventuellen Brustverkleinerung werden zwei Schnitte kombiniert: der von der Brustunterfalte bis zur Warze und der um den Warzenhof herum. Bei dieser Methode kann der Chirurg sehr exakt modellieren, um die neue Brust zu formen.

Gespräch vor Auswahl ist wichtig

Welche Methode käme für Sie in Frage? Um Antworten auf diese Frage zu finden, sollten Sie weitere Informationen zum Thema einholen und auch mit einem Arzt besprechen. Die Entscheidung sollte gemeinsam auf Basis der medizinischen Grundlagen bei der jeweiligen Patientin getroffen werden. Auch das hat die Bruststraffung mit eigentlich allen Operationen gemeinsam: Das Internet ist oftmals eine gute erste Informationsquelle. Es ist jedoch kein Ersatz für das Gespräch zwischen Arzt und Patientin, für ein Gespräch, bei dem der Laie auch verstehen sollte, was der Mediziner sagt.

Divas, Stars und Brust-OP — hat sie oder hat sie nicht?

Manchmal werfen die Medien, werfen Fans oder auch Kritiker einen Blick auf das Dekollete eines weiblichen Stars und denken tatsächlich: Hat sie oder hat sie nicht? Sind diese Brüste von Natur aus gewachsen oder das Ergebnis einer Brustoperation bei einem Schönheitschirurgen oder diverser Chirurgie Techniken? Die Frage „Hat Sie oder hat sie nicht?“ beschäftigt tatsächliche viele Gemüter. 2007 rätselte etwa eine Vielzahl von Menschen, ob sich Sängerin Jessica Simpson möglicherweise einer Brustvergrößerung unterzogen hat. Sängerin und Schauspielerin Miley Cyrus dementierte 2009 eine ihr nachgesagte Brustvergrößerung ebenso wie Jennifer Aniston 2007.

Die Bruststraffung als Medieninszenierung

Es ist gut möglich, dass Journalisten all diesen Frauen eine niemals existente Brustvergrößerung angedichtet haben. Vielleicht mag aber auch manches Dementi eines weiblichen Stars eher aus Scham entstanden sein, der Natur ein bisschen nachgeholfen zu haben? Bei Brigitte Nielsen war das anders. Sie hatte sich die Brüste bereits früh vergrößern lassen und ließ ihre Bruststraffung und andere Schönheitsoperationen jüngst als TV-Event vermarkten. Nach eigenen Angaben wollte sie damit auch ein Zeichen setzen: „Die Heimlichtuerei in Hollywood nervt“ wird sie etwa in der Onlineausgabe der Rheinischen Post vom zweiten Juni 2008 zitiert. „Es sei nicht in Ordnung, die normalen Frauen anzulügen.“ Da mag sie Recht haben, dennoch blieb bei einigen die Frage, ob so etwas wie eine Bruststraffung und wie ein Facelifting tatsächlich zu großen Medienereignissen aufgebauscht werden sollten.

Die etwas leisere Variante

Etwas weniger spektakulär ging der „Alles was zählt“ – Soapstar Juliette Menke mit ihrer Brustvergrößerung um. Sie trat mit weniger Inszenierung an die Öffentlichkeit und gab zu, sich einer Brustvergrößerung unterzogen zu haben. Hat sie oder hat sie nicht? Die Frage ist in diesem Fall einfach zu beantworten. Und vielleicht ist es die sympathischste Art einer Frau, mit einer Brustoperation aus dem Bereich der Schönheitschirurgie umzugehen? Ehrlich, selbstbewusst und doch, ohne einen zu großen Rummel darum zu machen. Das ist wieder nur eine Frage; eine, die keine Antworten vorgibt.